Eher nein.

17. Juli 2012

Stefan Niggemeier schreibt:

Ich weiß nicht, ob Peter Altmaier schwul ist. Aber ich finde es — anders als die Chefredakteurin der »taz« — legitim, darüber zu spekulieren.

Deshalb findet er es falsch, dass die Chefredakteurin der taz einen Artikel gelöscht hat, der genau das tat.

Die »taz« soll nicht fragen dürfen, was der Umweltminister meinte, als er es als sein von Gott gewolltes Schicksal bezeichnete, unverheiratet bleiben zu müssen? Das halte ich für falsch. Ebenso wie die Behauptung, die sexuelle Orientierung eines Menschen sei Privatsache.

Und ich glaube, ich bin da vorsichtig anderer Meinung. Also, klar, spekulieren an sich darf natürlich jeder über alles. Aber als Zeitung, öffentlich, das ist was anderes, und aus meiner Sicht sollte es unter dem Niveau eines ernstzunehmenden Mediums sein sein, Mutmaßungen darüber anzustellen, mit welcher Art Mensch Herr Altmaier gerne Geschlechtsverkehr hat, falls überhaupt. Für wen soll das denn eine relevante Information sein, außer natürlich für Leute, die gerne mit Menschen wie Herrn Altmaier Geschlechtsverkehr haben? Und ich finde, denen ist zuzumuten, ihn selbst zu fragen, ob er zur Verfügung steht.

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