Nicht sinnlos

16. Mai 2015

Ich habe das schon öfter angedeutet, aber ich finde, es ist durchaus wert, einen eigenen Beitrag zu erhalten: Ich finde, Atheisten könnten sich ein bisschen mehr mit der ihnen oft vorgeworfenen Sinnlosigkeit einer Welt ohne Götter auseinandersetzen.

Nicht nur, weil es eine empörende Ironie ist, dass die Protagonisten der Religionen uns – ich benutze das Wort ausdrücklich mit der angemessenen Distanzierung von jeder Tendenz, Atheisten als homogene Gruppe zu beschreiben – sagen, sie würden einen Sinn im Leben, in der Welt, im Universum, der Existenz bieten, den unser Unglaube negiert, obwohl ungefähr das Gegenteil der Fall ist; sondern auch, weil ich mir vorstelle, dass es sehr wichtig ist, vom Ergebnis her.

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Philoso1: Radikalskeptizismus

11. November 2013

Hier ist Weisheit

Thomas heißt er.

Hach, wie konnte ichs vergessen?

Viel Vergnügen mit dem zweiten Teil des Introduction-to-Philosophy-Podcasts, diesmal zum Thema Radikalskeptizismus. Also genau mein Ding.

Das mit der Musik machen wir wie beim letzten Mal.

Download.


Philoso1: Introduction to Philosophy – Gettier Problem

8. November 2013

Hier ist Weisheit

Ja, so, jetzt ist es mal wieder so weit: Ich habe einen Podcast für euch aufgenommen. Die Fans der ersten Stunde wissen schon lange, dass das eher was für Hardcoreüberschaubarerelevanzisten ist, und die anderen wissen es jetzt seit ungefähr 9 Wörtern.

Wen das nicht abschreckt, der kann sich hier nun meine Kritik zum Online-Kurs „Introduction to Philosophy“ der University of Edinburgh anhören:

oder sie hier zum Mitnehmen downloaden.

Die sonst übliche Intro- und Outro-Musik habe ich diesmal ausgelagert, zum Beispiel aus Urheberrechtsgründen:


Restebloggen (99)

2. November 2013
  1. Was hat sich wohl der Mensch gedacht, der mein Navigationsgerät programmiert hat?
    „Laatzen, Hildesheimer Straße 157.“
    „Meinte Sie Laatzen, Hildesheimer Straße (Gleidingen) 157?“
    „Ähhh… Pfff… Joa, dann wahrscheinlich schon.“
    „Die gesuchte Hausnummer wurde nicht gefunden.“
    „Hrmgrmbl. Laatzen, Hildesheimer Straße 157.“
    „Meinten Sie Laatzen, Hildesheimer Straße (Gleidingen) 157?“
    „Nein.“
    „Bitte wählen Sie einen Eintrag.“
    Und dann steht da zur Auswahl auf dem Display:
    1. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    2. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    3. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    4. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    Ja nee ist klar.
  2. Nicht unbedingt zum Brüllen komisch, aber ich finde die Darstellung des Interviewten toll.
    http://www.youtube.com/watch?v=MlQ2opYwQvc&feature=youtube_gdata_player
  3. Ich bin eine Liberale, verachtet mich!
    Hauptsächlich natürlich, weil ich dafür eintrete, dass Leute von ihrer Arbeit nicht leben können, im Winter frieren und schlussendlich auf der Straße oder noch besser im Straßengraben verrecken. Hätten sie halt was Vernünftiges gelernt. 
  4. Auch eigentlich viel zu spät, aber so schön gesagt, dass ich es hier noch mal verlinken will:
    „Das Übermaß an Talkshows, Duellen, Reportagen, Dokumentationen und den ganzen schrecklich originellen Wahlsendungen, es wirkt, als wollte jemand kurz vor einem Date noch vier Jahre Fressen und Faulenzen ausgleichen, indem er zwei Tage fastend im Sportstudio verbringt. Vor allem aber vermittelt es mit der Fixierung auf das bloße Zurwahlgehen das Gefühl, dass das schon alles sei, was Demokratie ausmacht: Dass alle im Abstand von vier Jahren irgendwo ihr Kreuz hinmachen, selbst diejenigen, die – bis es ihnen ProSieben erklärte – den ‚Bundestag‘ für einen Tag wie den Mittwoch oder den 1. Mai gehalten haben“ 
  5. Verflixt noch mal, wie kam das eigentlich, dass die Hersteller von Headsets eines Tages beschlossen, dass es keinen Grund gibt, aus dem Mikrofone irgendwo im weiteren Umfeld des Mundes sein sollten, und dass sie stattdessen offensichtlich direkt ans Ohr gehören?
  6. Wenn Philosophen in Interviews öfter mal was über ihr eigentliches Fachgebiet sagen würden, statt zum Beispiel Blödsinn über Armut, Wirtschaft und Gier zu erzählen, dann wäre mein Respekt vor ihnen sicherlich wesentlich größer, denn ich muss ja zugeben, dass unsere Welt sehr darunter leidet, dass kaum jemand eine klare Vorstellung von Epistemologie hat, oder ein sauberes Konzept davon, wie wir über Dinge nachdenken sollten. Genau darum geht es in diesem – nach meiner bisherigen begrenzten Erfahrung – sehr guten und sehr sympathischen Philosophiekurs der University of Edinburgh, an dem jeder völlig kostenlos teilnehmen kann. Mir gefällt er. Und wenn ich das richtig verstehe, kann man irgendwie sogar so eine Art Schein dafür kriegen. Der kostet dann ein bisschen was, aber dafür hat man dann ja auch sein Jodeldiplom. Empfehlung.
  7. Nicht kostenlos, aber preiswert, und zum Unbedingtmalausprobieren, auch wenn ihr mit Videospielen eigentlich nichts am Hut habt: The Stanley Parable. Zu schön. Lohnt auf jeden Fall auch das Anlegen eines Steam-Accounts, wenn ihr bisher keinen habt. Und falls ihr partout nicht bereit seid, ein paar Euro auszugeben, um es selbst zu spielen, könnt ihr euch zumindest eines der Let’sPlays der RocketBeans ansehen, zum Beispiel dieses mit Trant.
    Ach so, Englischkenntnisse müssen aber sein.

Der Ruf nach Gerechtigkeit

23. Juli 2013

Wenn irgendwo ein Philosoph zu Wort kommt, ist das für mich immer ein Grund, die Ohren zu spitzen, denn das ist nach meiner Erfahrung ein Garant für ganz großen Stuss, der sich hier in meinem verbitterten Häme- und Hassblog dankbar auseinander nehmen lässt. In Ermangelung von Freunden, Träumen oder anderen lohnenden Lebensinhalten setze ich mich dann mit dem Text des Philosophen hin und arbeite kleinlich und verbissen heraus, wo er sich unscharf ausgedrückt hat und wo ich mit ihm nicht einverstanden bin. Ich weiß mit den Stunden meines Lebens eh nichts Besseres anzufangen.

Klingt nach Spaß? Dann an mein Herz, verwandte Seele, lass uns hinter den Trennstrich verschwinden uns uns etwas Gemütlicheres anziehen … Den Rest des Beitrags lesen »


Im Prinzip ja. (2)

22. Mai 2012

Heute geht es um den zweiten Teil der großen Spektrum-der-Wissenschaft-Enthüllungsstory „Sind Wissenschaft und Religion vereinbar?“, nämlich das Streitgespräch „Was können Wissenschaft und Religion voneinander lernen?“ zwischen dem Soziobiologen Eckard Voland und dem Religionsphilosophen Winfried Löffler. Das Gespräch ist nicht frei erhältlich, und weil ich vom entgeltlichen Erwerb dringend abraten muss, gehe ich davon aus, dass sowieso keiner von euch Zugang zum Volltext hat und belasse es deshalb bei diesem einen Link.

Ich habe es auch noch nicht gelesen (Ja, ich weiß, dass ich in meinem ersten Post etwas anderes impliziert habe. Seht ihr nie Dr. House?) und bin deshalb genauso gespannt wie ihr auf das Lernpotential.

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Im Prinzip ja. (1)

16. Mai 2012

Die Redaktion des Magazins „Spektrum der Wissenschaft“ hat sich entschieden, im Januar 2012 mal ein ganz brandheißes Eisen anzufassen und eine Frage zu diskutieren, die sonst kaum jemand zu stellen traut und für die wir alle schon so lange atemlos auf eine Antwort warten:

Sind Wissenschaft und Religion vereinbar?

Und weil ich mir denke, dass es nach der langen Wartezeit auf ein paar Monate mehr nicht ankommt, habe ich entschieden, jetzt mal über diesen Versuch einer Antwort zu berichten. Wer das auch so sieht, findet meinen Bericht hinter dem Klick. (Spoiler: Es wird eher unterhaltsam als lehrreich.)

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