Rape Culture

22. September 2014

Überschaubare Relevanz ist nicht tot. Es schläft nur zurzeit relativ viel. Das hat zahlreiche Gründe, aber ich schwöre, dass einer von denen auch darin besteht, dass mir zurzeit nicht so besonders viel über den Weg läuft, was genug Fleisch für einen Post hier abzuwerfen verspricht, und dann kennt ihr vielleicht auch diesen Mechanismus, dass Dinge, die man länger nicht mehr gemacht hat, einem zunehmend weniger naheliegend vorkommen, was dazu führt, dass man sie immer seltener macht, und … hm. Ich hoffe, mein Blog stirbt nicht. Es wäre nicht das erste, dessen letztes Dutzend Beiträge zu zwei Dritteln aus Entschuldigung dafür bestehen, dass so selten Beiträge erscheinen, und dass sie, wenn sie dann mal erscheinen, zu zwei Dritteln aus Entschuldigung dafür bestehen, dass so selten Beiträge erscheinen, und …

Überschaubare Relevanz ist nicht tot. Es schläft nur zurzeit relativ viel. Und weil das unter anderem daran liegt, dass mich gerade keine aktuellen Themen ansprechen, bis auf die Netzneutralitätsdiskussion vielleicht, aber die ist mir gerade wiederum zu mühselig, und außerdem hab ich dazu schon was geschrieben, dem ich bis auf Weiteres nichts hinzuzufügen habe, schreib ich halt zu einem nicht so oder sagen wir: schon sehr lange aktuellen Thema. Na gut, doch, ein bisschen was hätte ich schon hinzuzufügen, nämlich dass ich natürlich einsehe, dass das Netz mit staatlichen Mitteln gebaut wurde, und nun mal da ist, und die staatliche Regulierung dieses Netztes deshalb zumindest innerhalb der Staatsdoktrinen nicht ganz so abwegig ist, wie ich es dargestellt habe. Aber das will ich hier nicht hinschreiben, weil der Einstieg in diesen Beitrag ohnehin schon viel zu unübersichtlich und lang ist und eine unvoreingenommene Leserin allmählich auf die Idee kommen könnte, ich hätte den Titel da oben nur gewählt, um euch zu ködern, mein gedankenstrommäanderndes selbstrefenzielles Gefasel zu begleiten, das in Wahrheit gar nichts mit Rape Culture zu tun hat.

Weit gefehlt!

In diesem Beitrag geht es nämlich doch um Rape Culture. Nur nicht sofort. Er ist also, wenn ihr so wollt, ein Beleg dafür, dass man sich auch in diesem Internet noch Zeit nehmen kann, um Ideen zu entwickeln, und dass auch Blogger und Bloggerinnen noch mit Geduld und Liebe ihre Gedanken –

Ja, ja, ich komm jetzt zur Sache, schon gut.

Rape Culture also. Das ist so ein Begriff, mit dem ich schon lange nicht einverstanden bin, zu dem ich aber unter anderem deshalb nie was geschrieben habe, weil ich gerne den Eindruck vermeiden will, zu den Leuten zu gehören, die ihn typischerweise angreifen. Aber ich finde ihn wirklich verfehlt, weil er meines Erachtens die Verständigung eher erschwert, als sie zu erleichtern

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