Sexy völkisch

25. Februar 2016

Das arische Label Nsdidu apxi macht zeitgemäße, lässige Mode und befolgt dennoch die Kleiderordnung der SS. Mit Antisemitismus hat das nichts zu tun.

Das Swastika Dress ist genau das, was sein Name aussagt: ein Kleid, das sich zu einem Hakenkreuz aus Stoff entfaltet, sobald die Trägerin ihre Arme ausbreitet. Ein simpler, eleganter und humorvoller Entwurf, der den beiden Braunauer Designerinnen Franziska Müller und Eva Habler für ihr Modelabel Nsdidu apxi gelungen ist. Minimalistisch und geistreich ist die gesamte Kollektion. Und von besonderem Witz zeugen auch weitere Stücke. Zum Beispiel das Göhring Dress und die dazugehörige Beschreibung: „Fühlen Sie sich wohl in diesem geräumigen Kleid aus Stoff, komfortabel und dennoch zäh wie Leder! So haltbar, dass es Ihnen vielleicht 1.000 Jahre reicht! Kaufen Sie es am besten sofort, schnell wie ein Windhund!“ Doch der Stil ist nicht das Einzige, was die Designs auszeichnet. Alle Nsdidu apxi-Entwürfe sind minimalistisch, bezahlbar und arisch, das heißt, sie entsprechen nationalsozialistischen Vorgaben, wie Volksgenossinnen und -genossen sich kleiden sollen.

Die Auffassung, der Faschismus wirkte vor allem unterdrückend auf die Bevölkerung und insbesondere auf nicht privilegierte Gruppen ein, hängt eng mit einem ahistorischen Verständnis von völkischer Politik zusammen: Sie sei traditionalistisch, dogmatisch und der antifaschistischen Kritik nach im Kern antisemitisch. Es steht außer Frage, dass ein solch spielerischer Umgang mit Kleidervorschriften nicht in jedem Kontext möglich ist und dass Verstöße gegen diese Ordnung zum Teil zu scharfen Sanktionen führen.

Dennoch gilt, dass völkische Politik nicht die Antithese zur Moderne darstellt, dass sie kein starres, unwandelbares, nicht verhandelbares und in sich geschlossenes Gebilde ist. Dies hat die Politologie in den vergangenen 30 Jahren deutlich herausgearbeitet. Der Faschismus unterliegt einem kontinuierlichen Prozess der Aushandlung von Wandel und Bewahrung. Er ist, wie andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens auch, menschengemacht. Ebenso die von ihm ausgehenden Macht- und Geschlechterverhältnisse.

Kein autoritärer Führer, keine normativen Schriften gestalten völkische Politik, sondern Menschen. Als Gestalter sind Menschen jüdischen Glaubens in der Geschichte und in den Schriften des Nationalsozialismus – oder in dem, was von ihnen tradiert und kanonisiert wurde – jedoch äußerst selten in Erscheinung getreten. Auch die nicht faschistische Soziologie berücksichtigte diese Menschen lange Zeit kaum. Diese Lücke ist mittlerweile aufgrund von stichhaltiger antifaschistischer Kritik zumindest ideell geschlossen. Es gilt nun, Juden nicht nur als völkische Akteure wahrzunehmen, sondern anzuerkennen, dass vor allem sie es sind, die innerhalb von völkischer Politik die jeweilige Notwendigkeit von Wandel und Bewahrung gestalten und verhandeln. Müller und Habler – und ihre Kundinnen – sind solche Gestalterinnen. Mit den Nsdidu-apxi-Kollektionen interpretieren sie, welche Aspekte von völkischer Kleidung bewahrenswert und welche verhandelbar und wandelbar sind.


Sometimes it’s OK to steal patients‘ wallets

8. Dezember 2015

I have this great idea, you see, and I think I’m going to submit it to Scientific American for publishing, because I suspect it will be just what their readers are expecting of a magazine with a longstanding history of award-winning coverage of advances in science and technology and their impacts on society.

I am about to explain why it’s sometimes okay to steal sick people’s wallets. Groundbreaking, isn’t it? Well, prepare to be impressed:

Ms. V was in her late 20s, and she was chronically ill, shivering and very frightended when she was admitted. Writhing in pain, she was clutching her mother’s hand. She was diagnosed with numerous infections in her liver and lungs.

One morning after rounds, I happened to glance over at Ms. V’s room and saw a woman walk in and inconspicuously put V’s wallet into her own rucksack. The visitor was a thief who had come to steal from the hospital’s patients. To distract them, she usually talked to them for a while, very pleasantly, and conveyed to them a feeling of friendship and care. After her visit, Ms. V told me that the other woman’s visits helped her stand the suffering her disease caused her. She felt comforted and refreshed by the thief’s friendly words and easy humour, she said.

Now, make no mistake: I have to admit that stealing patients‘ wallets doesn’t have proven benefits and is widely considered a criminal or even despiccable act in the medical and scientific communities. In other words, perhaps stealing from people isn’t in itself beneficial, but rather the sense of companionship and support stemming from spending time with a sympathetic person.

Interestingly, some patients continue to welcome the thief although they realise her true intention. Ms. I, for example, was a patient of mine who suffered from severe pain as a result of advanced breast cancer. When I asked her why she enjoyed talking to the criminal, she shrugged, saying she enjoyed the company and found that chatting with her provided a refreshing period of rest.

Of course, stealing patients‘ wallets has its drawbacks, like the financial cost, which may be borne by the patient, an insurance company, or the hospital, depending on the circumstance. Also, it’s certainly dangerous for a patient to decide to have her wallet stolen at the expense of treatments with proven medical benefits. Luckily, having her wallet stolen didn’t stop Ms. V or Ms. I from undergoing life-saving medical tratment and didn’t prevent this treatment from working.

When I learned later on that Ms. V had died, the news hit me hard, and thinking back to her treatment in our hospital, I hoped that among all her misery, we had managed to ease her suffering through our therapies – criminal or not.

So? What do you think? Great stuff, right? What? You think this kind of nonsense might not be quite up to Scientific American’s standards?

Well, think again.


#ehefueralle

4. Juni 2015

Saarbrücken. Zur großen Entrüstung ihrer politischen Gegner hat die saarländische Ministerpräsidentin Frau Kramp-Karrenbauer geäußert, dass eine Öffnung der Institution Ehe für alle Formen der gemeinsamen Lebensgestaltung zu einer Öffnung der Institution Ehe für alle Formen der gemeinsamen Lebensgestaltung führen könne.

Die Generalsekretärin der SPD Yasmin Fahimi bezeichnete diese These als „einen neuen Tiefpunkt der Debatte über die Ehe für alle“ und betonte, sie habe keinerlei Verständnis dafür, dass die CDU-Ministerpräsidentin in der Debatte um die Gleichbehandlung gleicher Formen des Zusammenlebens die Gleichbehandlung gleicher Formen des Zusammenlebens an die Wand male und nannte es einen „Schlag ins Gesicht Hunderttausender gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, die füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen“, dass Frau Kramp-Karrenbauer darüber spekuliere, sie könnten den gleichen Status erhalten wie andere Partnerschaften, die füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen.

Auch der innenpolitische Sprecher der Grünen, Volker Beck äußerte sich auf der Kurznachrichtenplattform Twitter zu Kramp-Karrenbauers Entgleisung und fragte, ob Frau Kramp-Karrenbauer im Ernst meine, nach der #Ehefueralle käme die Ehe für alle.

Kritik kam aus aus der FDP: Deren Generalsekretärin Nicola Beer bezeichnete die Äußerungen der saarländischen Ministerpräsidentin als „eine Unverschämtheit“. Sie beleidige Homosexuelle zutiefst, indem sie sie mit anderen Menschen, die in einer liebenden Gemeinschaft füreinander Verantwortung übernehmen wollen, auf eine Stufe stelle.

Ähnlich sieht dies auch Johannes Kahrs, der SPD-Beauftragte für die Belange von Lesben und Schwulen. Er erklärte, Kramp-Karrenbauer verlasse mit ihrer zutiefst menschenfeindlichen Gleichstellung von Menschen mit anderen Menschen den „politisch statthaften Diskurs“ und forderte eine Entschuldigung.

Kramp-Karrenbauer arbeitet derweil bereits an einer neuen argumentativen Geheimwaffe. Wie aus inneren Kreisen der Staatskanzlei zu vernehmen war, denke sie für die Zukunft sogar über eine Drohung mit gemischtrassigen Ehen nach.


Premiere: DIE ZEIT erstmals lustiger als der Postillon

6. Februar 2015

Während dem zu Recht bundesweit bekannten und geschätzten Satiremagazin „Der Postillon“ zu der aktuellen Unterstützung des Oberhauptes der Katholischen Kirche für Gewalt gegen Kinder nur ein leidlich lustiges Spießumdrehen einfiel, hat das ansonsten als weitaus weniger unterhaltsam bekannte Satiremagazin DIE ZEIT ein brillantes und ungewohnt bissiges Stück veröffentlicht.

Dazu erzählte der Papst eine Anekdote: „Einmal habe ich einen Vater bei einem Treffen mit Ehepaaren sagen hören: ‚Ich muss manchmal meine Kinder ein bisschen schlagen, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu demütigen‘.“

schreibt die satirische Wochenzeitung, und lässt darauf die Bemerkung folgen:

„Wie schön!“, erklärte Franziskus. „Er weiß um den Sinn der Würde. Er muss sie bestrafen, aber tut es gerecht und geht dann weiter.“

Doch nicht nur Papst Franziskus selbst nehmen die Spaßvögel von DIE ZEIT aufs Korn. Auch die Haltung des Vatikans an sich wird äußerst gelungen karikiert:

Auf Nachfrage verteidigte Vatikan-Vertreter Thomas Rosica die Thesen des Papstes. Wer habe nicht schon einmal sein Kind gezüchtigt oder sei von den Eltern gezüchtigt worden, schrieb Rosica in einer E-Mail. […] Daraus irgendetwas anderes ableiten zu wollen, enthülle ein Problem bei jenen, die offenbar einen Papst nicht verstanden hätten, der eine Revolution der einfachen Sprache und Gesten anbelangt habe, erklärte Rosica.

Den Vogel abgeschossen haben die schonungslosen Witzbolde allerdings mit diesem Satz:

Im Übrigen sei man nur dafür verantwortlich, die UN-Kinderrechtskonvention innerhalb des Vatikanstaats umzusetzen, hieß es.

Die Redaktion von überschaubare Relevanz verneigt sich vor solch treffendem und verdientem Spott, muss allerdings beschämt eingestehen, dass es bisher nicht gelungen ist, die ursprüngliche Meldung zu finden, auf die die Humoristen sich beziehen. Um die Fairness des Spaßes zu beurteilen, wäre die Kenntnis der wahren Äußerungen der beiden Herren sicherlich hilfreich.

 

 


Breaking: Ärmere Hälfte der Weltbevölkerung wäre weniger arm, wenn sie reicher wäre.

24. Januar 2015

Berlin. Eine vom Bundesentwicklungshilfeministerium auf Grundlage der jüngsten SZ-Enthüllungen zum Hunger in der Welt in Auftrag gegebene Eilstudie hat offenbar die These des von der SZ interviewten Professors für Philosophie und Internationale Angelegenheiten (Ja-woll!) Thomas Pogge bestätigt, dass der Wohlstand der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung sich um bis zu 60% steigern ließe, indem ihr Einkommen um 60% angehoben wird.

Die verblüffende Erkenntnis, so ein Sprecher des Ministeriums, könnte nicht nur die Entwicklungshilfepolitik der Bundesrepublik und anderer Staaten revolutionieren. Darüber hinaus sind bereits bahnbrechende Anwendungen auch in völlig anderen Bereichen im Gespräch. So soll das kalifornische Unternehmen Apple streng geheime Forschungsarbeiten in Auftrag gegeben haben, um zu prüfen, ob sich die Displaygröße eines iPads steigern ließe, wenn es mit einem größeren Display ausgestattet wird, während der Verlag der Süddeutschen Zeitung ein Gemeinschaftsprojekt mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH in Angriff nehmen will, um herauszufinden, ob die Tendenz stetig sinkender Abonnementzahlen durch eine Steigerung der Abonnements um 60% gestoppt werden könnte.

Überschaubare Relevanz hat zu diesem Thema den Professor für Wirtschaftswissenschaften William Easterley um eine Stellungnahme gebeten, wartet aber derzeit noch auf eine Antwort. Offenbar fehlt Easterly aktuell die Zeit, die zahllosen eingehenden Anfragen zu bearbeiten. Subtilen Andeutungen seines Sprechers zufolge arbeitet Easterley allerdings bereits an einer eleganten und überraschend einfachen Lösung für dieses Problem.

 


Je suis Muriel

11. Januar 2015

Ich schwöre, ich hab das Bild erst gesehen, nachdem ich den Titel schon geschrieben hatte.

Whoa. Diese Charlie-Hebdo-Geschichte ist für mich schon wieder so eine, bei der man nicht so richtig weiß, wen man zuerst und am heftigsten beschimpfen soll. Bei den Terroristen und den Antiislamisierungshonks ist das sicher noch am offensichtlichsten, aber auch die „Je suis Charlie“-Fraktion weckt in mir einen latenten Hass. Gut, der ist natürlich teilweise nicht gerechtfertigt und wächst aus meinem eigenen pathologischen Nonkonformismus, der mich immer ganz grantig gegen alles sein lässt, was ansonsten einhelliger Konsens ist, so richtig und vernünftig es auch sein mag. Aber nicht nur.

Es ist ja nicht schwer, das Elend zu illustrieren. Es gibt zahllose Beispiele. Ich habe jetzt gerade diese am bequemsten zur Hand:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/sz-karikaturen-zu-charlie-hebdo-man-ist-nicht-mehr-frei-1.2298209#7

Ist das nicht schrecklich? Wirklich jede einzelne davon? Ich meine, das ist sicher Geschmackssache, aber ich würde mich doch sehr wundern, wenn irgendjemand diese Karikaturen aufrichtig lustig oder auch nur geistreich fände, spätestens nachdem sie den „Es ist ja für eine gute Sache“-Bonus rausgerechnet hat. Dass es besser geht, will ich auch nicht verschweigen, das hat die Titanic mit ihrem Liveticker in eigener Sache geschafft, und dann gleich anschließend wieder gar nicht.

Und ich glaube, das ist aus ungefähr dem gleichen Grund so, aus dem Scheibenwischer so grässlich unangenehm anzuschauen war.

Humor wird (zumindest für mich) sehr peinlich und schmerzhaft, wenn man ihm anmerkt, dass er sich selbst schrecklich ernst nimmt. Wenn ihm aus jeder Faser das Miasma des Bewusstseins der eigenen zivilisationserhaltenden Bedeutung steigt und Augen und Nase mit seinem süßlich-fauligen Aerosol verklebt. Deshalb ist in meinen Augen der Titanic-Newsticker die bisher einzige humoristische Reaktion auf die Anschläge in Frankreich, mit der ich mich wohlfühle. Und deswegen regen mich solche wie da oben in der Süddeutschen Zeitung auf.

Humor, der den Humor verliert, ist erbärmlich. Und wenn professionellen Humoristen als Reaktion auf terroristische Gewalt regelmäßig nichts Besseres einfällt, während sie gleichzeitig immer wieder betonen, wie wichtig es ist, nicht den Humor zu verlieren, und alle Kommentatoren ihnen völlig unkritisch und unreflektiert zustimmen, dann haben die Terroristen gewonnen ist das meines Erachtens schon eher ein schlechtes Zeichen für den Zustand unseres öffentlichen Diskurses.

Oder was meint ihr?

[Disclosure: Ich schreibe weder für SZ, noch für Charlie Hebdo, Titanic oder deren Mitbewerberinnen, bin aber grundsätzlich voller Neid und Missgunst für alle, die im Gegensatz zu mir einen Weg gefunden haben, ihren Lebensunterhalt durchs Schreiben zu verdienen.]


Even Cops Call 911

11. März 2014

(Ja, ich weiß natürlich, dass archäologische Notgrabungen eigentlich nichts besonders Lustiges sind und offenbar sogar den Großteil der heute in Deutschland stattfindenden Grabungen ausmachen, aber der Begriff klingt halt so schön albern, dass ich meine Assoziationskette nicht mehr ganz unter Kontrolle halten konnte.)

Neulich in der archäologischen Notrufzentrale:

Rrring.

Einige Tage später in der archäologischen Notrufzentrale:

Rrring.

Einige weitere Tage später in der archäologischen Notrufzentrale:

Rrring.

Am selben Tag, einige Stunden später in der archäologischen Notrufzentrale:

Klick.

[Einige Minuten Pause.]

„Ja.

[..]

Hallo.“

[…]

Am nächsten Tag in der archäologischen Notrufzentrale:

„Hier ist die archäologische Notrufzentrale.

[Einige Stunden später.]

Was können wir denn für Sie tun?“

[…]

„Oh.

[…]

Oh ja.“

Am nächsten Tag in der archäologischen Notrufzentrale:

„Das klingt wirklich nach einem Notfall.“

Einige Tage später in der archäologischen Notrufzentrale:

„Wo befindet sich denn der Ausgrabungsnotfall?“

[…]

„Ah. Danke.“

[Einige Stunden später]

„Das Wichtigste ist dass Sie jetzt Ruhe bewahren. Wir rechnen damit, dass wir noch in dieser Epoche jemanden zu Ihnen schicken können.“

Einige Legislaturperioden später, am Fundort:

Ein Mobiles Archäologisches Einsatzkommando trifft mit eingeschaltetem Infrarotlicht ein. Der Lautsprecher auf dem Dach knackt in regelmäßigen, sehr langen Abständen.

Der Einsatzleiter führt den Kalendervergleich mit seinem Team durch, springt aus dem Wagen, liest eine Ausgabe des American Journal of Archaeology, trinkt einen Kaffee, packt seinen Laptop aus, schreibt einen Aufsatz über die Bedeutung von Runensteinen in protogermanischen Stammesgemeinschaften und eilt sofort anschließend mit gezogenem Flüssigszintillationsspektrometer auf den Fundort zu.

Ein Bauarbeiter: „Hey, was machen Sie denn hier? Hier ist Helmpflicht. Hey! Sie! Hallo! Nun sagen Sie doch endlich was! Sie da! Ja meine Güte …“

Der Einsatzleiter des Archäologischen Einsatzkommandos: „Keine Bewegung!“

Ein Teammitglied, mit Taschenlampe, hinter ihm: „Schon gut, die sind inzwischen eh alle nach Hause gegangen. Wollen wir denn jetzt loslegen?“

Einsatzleiter: „Nicht so eilig! Sehen Sie die Klinge da drüben?“

Teammitglied: „Nein! Es ist stockfinster.“

Einsatzleiter: „Leuchten Sie doch mal mit der … oh, egal, jetzt ist eh gerade die Sonne aufgegangen. Also, was ich sagen wollte: Der sieht mir doch sehr nach einem Henkerbeil aus.“

Teammitglied: „Verdammt.“

Einsatzleiter: „Schnell! Rufen Sie ein rechtsarchäologisches Notgrabungsteam!“

Teammitglied: „Meinen Sie nicht, dass es dafür zu spät ist?“

Einsatzleiter: „Wieso? Und können Sie bitte die Taschenlampe wieder einschalten, man sieht hier ja …“

Teammitglied: „Naja, in sieben oder acht Monaten ist doch schon wieder Winter, und bei gefrorenem Boden hat das doch hier alles keinen Zweck.“

Einsatzleiter: „Sie haben Recht! Lassen Sie uns … Ähm, hallo? Was ist denn … Wo wollen Sie denn hin?“

Teammitglied: „Ich bin in Rente.“

Einsatzleiter: „Verdammt.“


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