Erstaunlich unspektakulär

30. Oktober 2014

Die tl;dr-Fassung dieses Artikels gibts ausnahmsweise gleich am Anfang:

Sexismus

 

Ganz genau.

Hier gehts zur Langfassung:

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Sockenpuppen; Sockenpuppen überall!

11. April 2013

toy story

Nicht nur in meinem eigenen betulichen kleinen Blog möchte man manchmal wetten, dass die Kommentatoren, die versuchen, dem Verfasser zu widersprechen, in Wahrheit nur dessen Marionetten sind, virtuelle Pappkameraden, die er aufbaut, um die Gegenseite schlecht dastehen zu lassen. Nach meiner Erfahrung ist diese Tendenz am staunenswertesten ausgeprägt, wenn es um Sexismus geht.

Stefan Niggemeier habe ich das jüngste Beispiel für diesen Effekt zu verdanken, der hier mal wieder in so unfassbarer Dummheit Deutlichkeit zu Tage tritt, dass ich schon überlegt habe, einfach mehr zu essen, damit ich irgendwann mal dick genug werde, dass ich es mit meinem Kopf nicht mehr auf die Tischplatte schaffe, denn das tut weh und ist auf Dauer bestimmt auch ungesund, aber ich schweife ab.

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Restebloggen (86)

16. März 2013

Und wegen der großen Nachfrage gleich noch mal:

  1. Ob wohl irgendwann mal jemand ein DVD- oder BlueRay-Startmenü entwickelt, dessen Soundschleife nicht so aufgebaut ist, dass man schon nach einer Minute seinen Player am liebsten aus dem Fenster werfen will, und nach zwei vorher noch den Fernseher eintreten? Bin ich denn der einzige Mensch, der die Scheibe manchmal erst einlegt und sich dann noch was zu essen macht oder sonstwas vorbereitet, bevor es losgeht?
  2. Nur fürs Protokoll: Ich würde unter geeigneten Umständen für die Bild-Zeitung schreiben. Ich würde auch für eine Kirche arbeiten. Oder für die Ergo Versicherungsgruppe. Ich bin da nicht so. Aber ihr lest hier ja mit. Ihr wusstet das, oder?
  3. Katja Riemann ist mir plötzlich rund 20% sympathischer. Verstehe aber auch, wenn man das völlig anders sieht. Das liegt ja erstaunlich oft erstaunlich nah beieinander. Also, für mich. Äh. Naja.
  4. Es ist schon manchmal besorgniserregend, wie viel hammerdummen Bullshit ich bereit bin, für interessante Charaktere, gelungene Dialoge und eine brillante Inszenierung zu übersehen. Aber irgendwo gibt es eine Grenze, und dank der vierten Staffel von Breaking Bad hab ich sie gefunden. Dass der Protagonist die mit weitem Abstand uninteressanteste und unsympathischste (Gibt es da überhaupt einen Unterschied?) Figur in der Serie ist, macht die Entscheidung natürlich besonders einfach.
  5. Noch mal kurz das Thema Sexismus: Ich sehe keine angemessene Reaktion darauf, dass, wann immer bei Facebook irgendwo ein Foto einer weiblichen Person erscheint, sofort zahlreiche Kommentatoren herbeigeeilt kommen, um zu betonen, wie hübsch sie ist, deswegen belasse ich es dabei, schweigend die Augen zu verdrehen und mich betrübt abzuwenden. Aber vielleicht ist das auch schon zu viel. Vielleicht bin ich ja nur neidisch. Ich meine … Die meinen das doch nett. Ist doch nichts Schlimmes. Vielleicht sollte ich das im Gegenzug einfach bei den Männern machen. Grundsätzlich keine schlechte Idee. Aber das bring ich dann doch nicht. Nicht zuletzt, weil es bei Facebook echt nicht viele Leute gibt, denen ich was Nettes zu sagen gewillt bin.
  6. Den Postillon hat schon jeder von euch abonniert, ja?
  7. Diese Leute, die nicht verstehen, wie man denkt, wenn man immer nur mit Navigationssystem fährt. Gerade kürzlich wieder: „Können Sie mir vielleicht die Adresse mailen?“ „Ja, könnte ich, aber ist eigentlich gar nicht nötig. Sie müssen bloß von Hergrathshausen aus nach Norden die zweite Abfahrt von der A29 nehmen, Richtung Scharndorf, und dann biegen Sie bei der Baustelle auf Höhe Lemmerstraße rechts ab, fahren bis kurz vor Garbstadt und dann halt immer östlich halten.“
    Ich weiß, er meint es gut, aber ich möchte gerne seinen Kopf in die Hand nehmen und gegen irgendwas Kantiges hauen.

Lieber Herr Gauck,

6. März 2013

ich habe gelesen, dass Sie dem Spiegel im Hinblick auf die öffentliche Diskussion über Sexismus und das Auftreten von Herrn Brüderle gegenüber einer Journalistin gesagt haben:

Wenn so ein Tugendfuror herrscht, bin ich weniger moralisch, als man es von mir als ehemaligem Pfarrer vielleicht erwarten würde.

und da dachte ich mir, dass es Sie vielleicht freut zu hören, dass Sie sich keine Sorgen machen müssen. Ich glaube im Gegenteil, Sie haben sogar ziemlich präzise das erwartbare Niveau von Moral getroffen.

Glückwunsch.


Hat man ein Dekolleté

5. Februar 2013

Ein treuer Leser, von dem ich nicht sicher bin, ob er namentlich genannt werden will, schickte mir kürzlich einen freundlichen Hinweis auf einen Artikel von Gabriele Ingenthron zum aktuellen Thema sexuelle Belästigung (die übrigens auch in meinen Augen nicht unbedingt gewichtiger ist als andere Formen von Belästigung und vielleicht zu Unrecht eine so herausragende Sonderrolle genießt, aber das ist nicht mein Steckenpferd, sondern das von arslibertatis, und wir leben ja in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, deswegen überlasse ich diese Frage ihm), weil es urheberrechtlich bedenklich gewesen wäre, wenn er mir statt des Hinweises den ganzen Artikel als Scan zugemailt hätte, obwohl es mir den Zugang zu selbigem natürlich wesentlich erleichtet hätte, weil das Ding nicht online verfügbar ist, weshalb ich ihm hier für sein Entgegenkommen insoweit noch einmal meinen Dank ausdrücken würde er ihn so grässlich fand, dass es ihm ein Anliegen war, ihn einmal öffentlich verrissen zu sehen. Das mache ich natürlich gerne, bittesehr:

Der Artikel in der Sektion „Weltspiegel“ des Donaukuriers trägt den den schon mal nicht so vielversprechenden Titel

Was würde Knigge sagen?

aber dazu später mehr. Beginnen wir mit dem noch viel weniger vielversprechenden Bild, das auf der Seite (gemessen, nicht nur gefühlt) ziemlich genau so viel Platz einnimmt wie der eigentliche Artikel, und sogar mehr, wenn man die Info-Box „Männer als Sexismus-Opfer“ nicht mitzählt, wozu man in Anbetracht dieser wiederum … nicht so vielversprechenden Überschrift neigen könnte. Der zuständige Bildredakteur hat sich hier offenbar entschieden, gegen den Trend zu gehen. Vielleicht war ihm klar, dass es bei einem so sensiblen Thema offensichtlich nicht angemessen ist, mit einem Foto aufzumachen, das ganz offensichtlich nur dem lüsternen Blick der männlichenjenigen Leser eine Freude zu bereiten, die sexuell an Frauen interessiert sind. Er hat jedenfalls klar erkannt, dass eine Bebilderung mit Brüsten wie sonst üblich aus Gründen des Taktgefühls nicht infrage kommt, und stattdessen ein Foto eines weiblichen Unterleibs mit einer sehr kurzen abgeschnittenen Jeans gewählt. Und einem Gürtel mit Schnapsfläschchen, der in der Bildunterschrift auch noch einmal explizit erwähnt wird. Überhaupt ist diese Bildunterschrift für sich schon ein derartiges Meisterwerk völlig verfehlten Journalismus‘, dass ich sie hier beinahe vollständig zitieren will:

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Post von Seidl

28. Januar 2013

Es gibt Sätze, die schreibt einer hin, weil er weiß, was er sagen will, und über die nötigen Begriffe verfügt. Es gibt Sätze, die sind ihrem Schreiber eher unterlaufen

beginnt die selbst ernannte Textanalyse von Claudius Seidl auf faz.net, und – Wie soll ich sagen? – er muss es ja wissen.

Seidl schickt sich laut Teaser an, zu ermitteln, was „wirklich“ drinsteckt in dem Stern-Artikel über Herrn Brüderle, und der Titel seines Werks verrät die Stoßrichtung auch schon recht deutlich: „Prüder in Waffen“. Man ahnt, was kommt, und nur deswegen hat man überhaupt geklickt, weil man mal wieder was gegen die FAZ schreiben wollte, und jetzt hat man den Salat.

A propos Salat: Habt ihr bei Stefan Niggemeier, oder vielleicht sogar direkt auf Facebook dieses kostbare kleine Stück von Jens-Oliver Haas gelesen, Post von Wagner?

Na, das ist ihm doch schon mal gut gelungen. Grinsend greift Wagner nach rechts und ins Leere. Nanu? Wann hat er denn das Weißbierglas zerschlagen. Und wo ist der gute Landwein? Und warum ist er nackt und riecht so komisch? Und warum ist es schon dunkel?

Daran musste ich denken, als ich Seidls Artikel las, der natürlich keine Textanalyse ist, eigentlich überhaupt keine Analyse, eigentlich nicht mal unbedingt ein Artikel, sondern eher etwas, ddas ihm wohl irgendwie eher unterlaufen ist, und es trotzdem irgendwie in die heutige 6-vor-9-Ausgabe geschafft hat, aber 6vor9 ist ja immer mal für eine Überraschung gut.

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Objektifizierung

19. Juni 2012

Ich tue mich ja generell schwer, wenn jemand einfordert, als Mensch gesehen zu werden und nicht nur als Arbeitskraft/Werkzeug/Sexobjekt/Soldat/Bauschlosser/Entertainer/egalwas. Das hat den Grund, dass ich ein gefühlskalter ekliger Soziopath bin andere Leute oft einfach nur als Werkzeug sehe. Manchmal ist das auch gut so, denn wenn ich manche Menschen wirklich als eigenverantwortliche, mündige Individuen ganzheitlich betrachten würde, statt nur meinen maximalen Nutzen aus ihnen ziehen zu wollen, dann müsste ich viel öfter zu nackter Gewalt und wüsten Beschimpfungen greifen, als ich das jetzt tue. Oder so.

Im Ernst: Wenn ich einen Klempner bei mir zu Hause habe, dann beurteile ich ihn nicht danach, ob er lieb zu seiner Frau ist und regelmäßig an Amnesty International spendet, oder ob er Modern Talking hört und Moon für einen gelungen Film hält, sondern ausschließlich danach, wie gut er meine Abwasserprobleme im Griff hat. Wenn ich entscheide, wen ich für einen Job will, dann entscheide ich das nicht danach, ob ich ihn insgesamt für einen guten Menschen halte, sondern danach, wie ich seine Eignung für diesen Job einschätze. Wenn ich entscheide, ob ich einen Betrieb stilllege, dann spielt es für diese Entscheidung keine Rolle, ob ich die Menschen, die dort arbeiten, charakterlich hoch schätze oder zutiefst verachte, sondern dann geht es darum, ob ihre Arbeit mehr nützt als sie kostet.

Das ist keine Geringschätzung der betroffenen Personen, sondern einfach eine Beschränkung meiner Abwägung auf entscheidungsrelevante Kriterien. Ich erfülle für meine Freunde eine Funktion, für meinen Arbeitgeber eine andere, für meinen Arzt eine dritte und für meine Mutter wieder eine andere. Ich reagiere mit einer gewissen Irritation, wenn die jeweils anfangen, mich anhand von Dingen zu beurteilen, die mit der jeweiligen Funktion nichts zu tun haben. Wenn meine Freunde sich über meine mangelnde Leistungsfähigkeit in meinem Job beklagen, finde ich das genauso merkwürdig und unpassend, wie wenn mein Arbeitgeber sich beklagt, weil ich nicht für ihn da bin, wenn er Trost und Zuneigung braucht. Umgekehrt erwarte ich von meinen Freunden kein Lob, weil ich das letzte Projekt besonders schnell abgeschlossen habe, und von meinem Arbeitgeber keine Sonderbehandlung, weil gerade mein Hamster gestorben ist.

Nachdem ich nun wieder einmal gleich in der Einleitung so ziemlich jeden normal denkenden und fühlenden Leser gegen mich aufgebracht haben dürfte, komme ich zum eigentlichen Thema meines Beitrags:

Der von mir über alle Maßen geschätzte Sprachblogger Anatol Stefanowitsch schreibt über musikalische Männergefühle, oder präziser über eine Werbekampagne des Musikversands Thomann, die er als sexistisch empfindet. Das problematischste Motiv in der Reihe beschreibt er durchaus treffend so:

Das Motiv, das Stein des Anstoßes war, zeigt in der oberen Hälfte einen Pianisten, der auf einer Klaviertastatur spielt. Sein Körper wird auf der unteren Bildhälfte durch den eines Mannes mit heruntergezogenen Hosen fortgeführt, der in seinem Auto sitzt. Auf seinem Schoß sitzt eine weitgehend nackte Frau, von der man nur den Unterkörper sieht, der die Tastatur der oberen Bildhälfte fortführt.

Für die, die den Klick auf den Link oben scheuen und sich keine eigene Meinung bilden wollen: Das sieht genauso geschmacklos aus, wie es hier in der Beschreibung klingt, und fällt in meiner Wahrnehmung ganz merkwürdig aus der Reihe, weil ich die anderen Motive alle als ästhetisch sehr gelungen und stimmig empfinde. Über die Missglücktheit dieses Bildes müssen wir also nicht streiten, wohl aber über die konkreten Probleme damit. Anatol macht sich die Beurteilung des Bloggers Sofakissen zu eigen, der meint:

“Die Frau” auf dem Bild ist Schenkel. Sie ist eine Vagina. Sie ist kein Individuum. Kein Mensch. Nicht ebenbürtig, nicht einmal annähernd. Im Kontext des Slogans und des gezeigten wird die weibliche Darstellung zum Objekt. Sie ist ein Instrument, das er spielt, das er beherrscht wie sein Klavier. Sie ist ein Objekt in der Kontrolle des Musikers.

Nach der langen Vorrede wisst ihr ja schon, warum ich das grundsätzlich für nicht so problematisch halte wie viele andere Feministen, zu denen ich mich jetzt einfach mal vorläufig zähle. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen nur für eine bestimmte Funktion nutzen will, dann ist das aus meiner Sicht nicht grundsätzlich ein Problem, solange er ehrlich damit ist. Trotzdem leuchtet mir natürlich ein, warum es nicht in Ordnung ist, Frauen so darzustellen, als wäre ihre einzige Aufgabe die Bedienung männlichen Geschlechtstriebs. Aber das sehe ich hier nicht. Mir kommt es weit hergeholt vor, aus der Bildgestaltung herzuleiten, dass die Frau nur als Gegenstand gezeigt werde, unterlegen und unter Kontrolle sei. Ich komme mir bei dem Hinweis ein bisschen albern vor, aber wenn wir schon kleinlich sind, will ich ihn nicht auslassen: Sie sitzt immerhin oben.

Damit will ich nicht sagen, dass ich gar keinen Sexismus sehe. Das Problem liegt in meinen Augen eher woanders:

Männliche Musiker mit männlichen Gefühlen bei männlichen Aktivitäten. Von den zwei weiblichen Musikerinnen wird die eine, eine Sängerin, untenrum zum Schmetterling — was kaum ihr eigenes Gefühl ausdrücken dürfte, sondern eher das eines männlichen Mannes für den Frauen zarte Schmetterlinge sind. Nur das sechste Motiv gesteht Frauen einen halbwegs respekteinflößenden Status beim Musikmachen zu — es zeigt eine Cellistin, deren untere Hälfte ein Ninja ist (dessen Schwert oben zum Bogen wird).

Und da hat er zwar Recht, aber die Einschränkung bringt er am Ende selbst schon, ich sehe auch nicht, warum der Schmetterling nicht das Gefühl der Sängerin spiegeln soll. Sie fühlt sich leicht, sie fliegt, blahfasel, so hätte ich das verstanden. Sexistisch ist es natürlich trotzdem irgendwie, denn wir wissen alle, dass Männer niemals Schmetterlinge sind, und so, aber ich finde die Kampagne erheblich weniger problematisch als Sofakissen und Anatol. Auch und gerade das mit Sex im Auto.

Der Pianist fühlt sich, als hätte er Sex. Im Auto. Das ist natürlich arg platt und geschmacklos, aber ich finde es nicht entwürdigend für die Frau. Sie wird in dem Motiv für mich so wenig entmenschlicht und zum Instrument gemacht wie der Alligator oder der zweite Kickboxer. Genauso wie die beiden steht der Sex im Auto für ein abenteuerliches, aufregendes, außergewöhnliches Erlebnis. Die Idee, das als Analog zu dem Gefühl zu zeigen, das einen Musiker bei einem gelungenen Auftritt überkommt, finde ich keineswegs abwegig, auch wenn ich es als Werbeagentur deutlich subtiler in Szene gesetzt hätte … Wenn der Vergleich beleidigend und entwertend ist, dann eher gegenüber der Musik und dem Pianisten als gegenüber der Frau. Ich sehe die Entmenschlichung nicht, auch wenn ich verstehe, wo man sie sehen kann.

Ist klar geworden, warum ich das schreibe? Ich mache es vielleicht noch einmal explizit:

Erstens will ich sagen, dass ich zwar einen gewissen Sexismus in den Plakaten erkenne, aber eher darin, dass Jungs eben Jungsspielzeug kriegen, die eine Frau hingegen zum Schmetterling wird, dass ich das aber erstens durchaus gemischt sehe, denn immerhin darf auch eine der Frauen bewaffnet und gewalttätig sein, und dass ich zweitens darin deshalb zwar eine gelinde Perpetuierung gängiger Geschlechterklischees erkennen kann, aber keine Beleidigung oder Entwürdigung von Frauen.

Zweitens wünsche ich mir von euch eine Kalibrierung meines Problembewusstseins. Anatol schreibt:

Ich nehme nicht an, dass Thomann oder die verantwortliche Agentur hier bewusst sexistisch sein wollte. Die Grundidee der Kampagne ist gut, die Motive sind kreativ, sie sind (relativ) ästhetisch umgesetzt. Es ist schlicht niemandem aufgefallen, dass hier fast ausschließlich Männer angesprochen werden.

Und insbesondere dazu würde mich dann auch die Meinung der mitlesenden Frauen interessieren: Fühlt ihr euch angesprochen? Seht ihr die Sache mit dem Schmetterling als männliche Rezeption, oder könnt ihr euch auch mit der Vorstellung anfreunden, das könnte das „Feel it“ der Sängerin sein? Ist die Frau im Auto nur ein Instrument unter der Kontrolle des Mannes, und wird sie dadurch entwürdigt?

Was denkt ihr von der Kampagne, und findet ihr meine Position verständlich, oder bin ich verblendet von der patriarchalen Gesellschaft, in der ich aufgewachsen bin? Seid ihr beleidigt, entsetzt ob des missglückten Plakats, oder versteht ihr einfach die ganze Aufregung nicht?