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26. Oktober 2010

Die Menschen in Shanghai sind ziemlich eigen. Sie müssen explizit darauf hingewiesen werden, wenn sie irgendwo nicht hinspucken dürfen, sie haben kein so richtig gutes Verständnis für die Feinheiten zivilisierten Schlangestehens, und sie verstehen nicht nur kein Englisch, sie weigern sich obstinat, mit jedem zu kommunizieren, der kein Chinesisch spricht. Bei den Taxifahrern kommt noch hinzu, dass sie sich in der Regel kein bisschen auskennen und deshalb permanent Anweisungen brauchen, wo sie hinfahren müssen, was  natürlich gar nicht so einfach ist, weil sie einen ja nicht verstehen wollen.

Auf der Expo haben wir einen einzelnen Chinesen aus einer ansonsten leeren U-Bahn aussteigen sehen, in die gleichzeitig der ganze Strom von Expo-Besuchern gerade hineinwollte. Es spricht für die Standfestigkeit, die Schmerzfreiheit und den Gleichgewichtssinn des Mannes, dass er nicht in der rücksichtslosen Masse umgeworfen und zertrampelt wurde, und dass er uns sogar noch leidend zugrinste, während ihn ein Ellenbogen, eine Schulter, und außerhalb unseres Sichtfeldes wahrscheinlich auch ein Knie und ein Schuh nach dem anderen traf. Es würde mich sehr wundern, wenn er nicht mehrere Blutergüsse davongetragen hätte.

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Shanghai Noon

20. Oktober 2010

Ungeachtet aller Fährnisse und Schwierigkeiten habe ich heute schon den ersten Reisebericht fertig. Freut euch! Und jetzt lest: (So läuft das hier in China, an den Tonfall müsst ihr euch jetzt gewöhnen, fürchte ich.)

Der Flug verlief weitgehend angenehm ereignislos; zu den größten Ärgernissen gehörte, dass ich erst nach der Landung feststellte, dass „Let The Right One In“ in der Bordfilmbibliothek verfügbar gewesen wäre (D’Oh! Und ich Depp hab mir Predators angesehen. Keoni war da erheblich klüger und hat sich für Cemetery Junction entschieden.) und dass ich am Flughafen von Shanghai gleich beim ersten Versuch meine Kreditkarte im Geldautomaten vergessen habe (Arrgh. Das dritte Mal in drei Jahren, dass mir das passiert. Also, nicht am Flughafen von Shanghai, sondern überhaupt.)

Beides hat glücklicherweise keine besonderen praktischen Auswirkungen, sodass wir ziemlich unbeschwert mit der Besichtigung beginnen konnten, abgesehen von dem leichten Humpeln, das ich mir durch mehrere kräftige Bisse in den eigenen Fuß zugezogen habe. Aber genug von meiner Dummheit, die könnt ihr hier ja sowieso fast jeden Tag bewundern, wenn euch danach ist, kommen wir zu Shanghai. Da isses:

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