Die Sache mit dem Tanzverbot

3. April 2015

ist doch eigentlich ganz einfach.

Sagt mir jemand: „Du, heute ist für mich ein trauriger Tag, da ist mir echt nicht nach Frohsinn, ich sitz heute nachdenklich rum und brauch ein bisschen Ruhe“, dann verschone ich diese Person mit eventuell geplantem Frohsinn, soweit es mir irgendwie möglich ist und nehme Rücksicht, so gut ich kann. Ein ostentativer unnötiger Verstoß gegen diesen Wunsch wäre unhöflich und gemein.

Sagt mir hingegen jemand: „Du, heute ist für mich ein trauriger Tag, da ist mir echt nicht nach Frohsinn, ich sitz heute nachdenklich rum und brauch ein bisschen Ruhe, deswegen hab ich da diesen Typen mit Schlagstock und Schusswaffe, der dafür sorgt, dass du die Füße stillhältst, und außerdem bist du hässlich und dumm und ein unkultivierter Banause„, dann frage ich (soweit es mir gefahrlos möglich ist) diese Person, ob sie ein Rad ab hat und zeige ihr den Varoufakis-Finger. Ein ostentativer und unnötiger Verstoß gegen ihren Wunsch ist die angemessene Reaktion.

Oder nicht?


Restebloggen (88)

31. März 2013
  1. Seltsam, dass Herrenschokolade immer so dunkel ist. Müsste die nicht eigentlich weiß … ja, schon gut, bin ja schon still.
  2. Rubber. Besser (und zugänglicher), als man erwarten würde. Das Ende ist leider sehr unbedeutend, aber ansonsten empfehle ich den Film mit Nachdruck.
  3. Wie schnell man manchmal als Troll dasteht, erstaunt mich immer wieder. Hoffentlich ziehe ich daraus die richtigen Schlüsse für den Umgang mit den Kommentatoren hier.
  4. Hat jemand Lust auf Gebunden als Hörbuch? Ich hätte da schon mal das erste Kapitel.
  5. Ich habe gerade die Ausführungen eines (spezialisierten) Juristen zu meinem Entwurf neuer AGB gelesen. Nicht nur weiß ich jetzt im Grunde nur unwesentlich mehr als vorher (nämlich, dass man zu vielen Punkten, die ich für unproblematisch hielt, derzeit befürchten muss, aber nicht sicher sein kann, dass sie einer gerichtlichen Prüfung nicht standhalten würden), ich habe jetzt außerdem Kopfschmerzen und Menschenhass. Verbraucherschutzverbände ist übrigens eine Kategorie von Organisation, bei der ich wirklich nicht wüsste, ob ich unter irgendwelchen noch denkbaren Umständen dort arbeiten würde.
  6. A propos Arbeit: Kürzlich rief bei uns eine Mitarbeiterin einer Krankenversicherung an und schlug vor, in Zukunft gegen zwei Prozent Skonto zwei Wochen früher zu zahlen. Die Dame wirkte aufrichtig verwirrt, dass wir dieses großzügige Angebot einer Vorfinanzierung für nur 52% p.a. so direkt ablehnten, und sie fragte mehrfach sehr freundlich und beinahe schon besorgt nach, ob wir uns das nicht noch mal überlegen wollten.
  7. Der EKD-Ratsvorsitzende räumte grundsätzlich ein, dass öffentlicher Protest in der Gesellschaft nötig sei. Er bezweifle aber, ob die Ruhe am Karfreitag eine Freiheitsfrage sei, für die man öffentlich eintreten und sich mit der Kirche anlegen müsse. Zu den Befürwortern dieses unsäglichen Tanzverbots fällt mir auch echt nichts mehr ein. Wie muss man denn denken? Jetzt ehrlich, was muss man denn für ein Mensch sein?

Dancing is illegal

6. April 2012

Nachdem ihr dieses Video gesehen habt, werdet ihr euch nicht mehr fragen, warum ich so lange darüber nachgedacht habe, ob ich es wirklich machen will. Aber wenn es darum geht, das Richtige zu tun, mache ich mich bekanntermaßen bereitwillig lächerlich. Wider das Tanzverbot:

Die Musik im Hintergrund ist übrigens Lonely Boy von The Black Keys. Sicher wird es die gegebenenfalls nicht davon abhalten, mich abzumahnen, wenn ich sie euch hier dringend ans Herz lege, aber als Geste des guten Willens biete ich es trotzdem mal an.