Top 5 Bücher 2012

14. Januar 2013

Katja fragt, und überschaubare Relevanz antwortet. Dies waren meine Top 5 Bücher 2012: [Spoilerwarnung: Ich halte zwar nichts von Spoilerwarnungen, habe aber nicht genug Leser, um zu viele durch sinnlose Rücksichtslosigkeit zu vergraulen, und man ist ja oft genug gezwungen, gegen die eigenen Überzeugungen zu handeln, dass es auf diese eine Mal nun auch nicht mehr ankommt. Also, falls ihr nicht von selbst drauf kommt, ich werde über die Bücher reden, die ich hier vorstelle. Also, über den Inhalt und so. Wenn euch sowas stört, solltet ihr keine Beiträge lesen, in denen Leute über Bücher reden.]

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Hat ja schon bei Romeo und Julia nicht funktioniert

19. April 2012

Jaaaa… Wir bei überschaubare Relevanz wissen natürlich genau, was unsere Leser denken und wollen. „Piratenpartei, Daddy-issues, interaktive Fortsetzungsromane, Religionsbashing alles ganz nett“, denkt ihr, aber in Wahrheit wollt ihr nur eins: Wissen, was ich von Suzanne Collins‘ „The Hunger Games“ halte. Na gut. Dann sag ich euch das eben.

File:Hunger games.jpg

Full disclosure: Ich kenne nur die Hörbuchfassung, die ist allerdings ungekürzt und sollte eigentlich Wort für Wort mit dem Buch übereinstimmen.

The Hunger Games ist die Geschichte von Katniss, einem sechzehnjährigen Mädchen, das in einer (mehr oder weniger) postapokalyptischen Welt zuerst nur im weiteren und dann im ganz direkten Sinne um ihr Überleben kämpfen muss. Katniss‘ Nordamerika besteht aus zwölf Distrikten, die von der Hauptstadt mit dem originellen Namen „Capital“ per eiserner Faust regiert werden und unter recht unfreundlichen Bedingungen Rohstoffe für den maßlosen Wohlstand ihrer Unterdrücker erwirtschaften müssen. Einmal jährlich veranstaltet Capital ein Spiel, um die Distrikte daran zu erinnern, wer Boss ist: Jeder und jede Jugendliche von 12 bis 18 Jahren muss an einer Verlosung teilnehmen, und die glücklichen Gewinner – zwei aus jedem Distrikt, ein Junge und ein Mädchen – reisen in die Hauptstat, um dort in den Hunger Games gegeneinander zu kämpfen, bis nur noch eine von ihnen am Leben ist. Die Überlebende und ihr Distrikt werden dann mit Geschenken überhäuft und können mächtig stolz auf sich sein. Weil Katniss‘ geliebte kleine Schwester das große Los zieht, meldet sie sich freiwillig, und los geht das Abenteuer.

Ich hatte mich ja fest darauf eingestellt, dieses Buch zu hassen und einen richtig schönen Verriss drüber schreiben zu können wie bei Twilight. Das wird aber nichts. The Hunger Games ist handwerklich tadellos gemacht, hat mich gut unterhalten und gelegentlich sogar ein paar durchaus denkwürdige Zitate geliefert. Gleich am Anfang zum Beispiel beschreibt Katniss ihre angespannte Beziehung zur Katze ihrer Schwester, der sie gelegentlich die Innereien geschlachteter Tiere vorwirft und die dann im Gegenzug darauf verzichtet, sie anzufauchen:

Entrails. No hissing. This is the closest we will ever come to love.

Und an der Stelle wusste ich, dass ich mich verrissmäßig auf eine Enttäuschung gefasst machen musste. Die Charaktere in The Hunger Games scheinen mir durchaus überzeugend und sympathisch, die Story ist mitreißend und eloquent erzählt, und soweit ich mich erinnern kann, war ich so ziemlich zu jeder Zeit auf Katniss‘ Seite und wünschte ihr den Sieg. Auch Nebenfiguren sind liebevoll als Persönlichkeiten gestaltet, wie zum Beispiel ihr Stylist (Das Ganze ist ja eine große Fernsehshow.) Cinna, der ihr vor ihren Auftritten Mut macht und ihr mit seinen einzigartigen Kostümen die PR verschafft, die sie braucht, um eine Chance auf den Sieg zu haben, oder der Moderator Claudius Templesmith, der zwar so wie auch Cinna freiwillig ein Rad in der Maschinerie der Hunger Games ist, aber trotzdem sein Bestes tut, um fair und freundlich mit den Kandidaten umzugehen, die er in den Tod schickt.

Fazit: Hunger Games ist ein gelungenes Buch, das man gut und gerne zwischendurch mal weglesen kann, ohne sich zu sehr drüber ärgern zu müssen. Sicher keine große Literatur, und sicher keine Pflichtlektüre (zumal es ja viel bessere Geschichten gibt, die im Gegensatz zu Collins‘ kläglichen Bemühungen nicht mal Geld kosten und bei denen ihr sogar mitentscheiden könnt, wie sie ausgehen…), aber macht auch nichts kaputt und lohnt ganz bestimmt mal einen Versuch. Ganz sicher nicht nur für Jugendliche, auch wenn es ein Jugendbuch ist.

Nanu, denkt ihr jetzt (Ihr erinnert euch: Ich weiß, was ihr denkt.), wieso denn jetzt so ein verhaltenes Fazit, wenn du vorher nur Gutes an dem Buch gefunden hast?

Ja… Das ist so: Was mich an dem Buch gestört hat, kann ich nicht vernünftig erklären, ohne auch über das Ende zu reden, und vielleicht wollt ihr das nicht. Die Kurzfassung: Ich finde den Plot blödsinnig und unglaubwürdig. Wer die Langfassung will, folgt mir bitte hinter

DIE SPOILERWARNUNG!!!!!!18400

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