Disparate Beobachtungen der letzen Tage

26. Juni 2012

Warum liegt im Supermarkt eigentlich das Obst und Gemüse immer direkt hinter dem Eingang, sodass man im Einkaufswagen immer in der untersten Schicht Tomaten und Birnen und Avocados und Salatköpfe und Feigen und Kiwis hat, und darauf türmen sich dann die Gläser mit Apfelmus, Dosen mit Bohnen, Flaschen mit Ballantine’s, Tetrapacks mit Mich und Vorratspackungen mit Spülmittel und Torfsäcke? Das ist doch Mist.

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WTF Windows Suchfunktion?

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Was ich nie dachte, mal zu sagen: Jimmy Carter hat völlig Recht.

Despite an arbitrary rule that any man killed by drones is declared an enemy terrorist, the death of nearby innocent women and children is accepted as inevitable. […] Meanwhile, the detention facility at Guantánamo Bay, Cuba, now houses 169 prisoners. About half have been cleared for release, yet have little prospect of ever obtaining their freedom. American authorities have revealed that, in order to obtain confessions, some of the few being tried (only in military courts) have been tortured by waterboarding more than 100 times or intimidated with semiautomatic weapons, power drills or threats to sexually assault their mothers. Astoundingly, these facts cannot be used as a defense by the accused, because the government claims they occurred under the cover of “national security.” Most of the other prisoners have no prospect of ever being charged or tried either.

Ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben könnte. Ich glaube, man muss dazu nichts weiter schreiben. Andererseits staune ich, dass nicht alle Zeitungen jeden Tag auf ihrer Titelseite darüber schreiben. Ich schätze, man gewöhnt sich schnell auch an die größte Ungeheuerlichkeit.

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Die Fußball-EM und alles, was in ihrem Namen geschieht, finde ich auch ausgesprochen abscheulich, was paradoxerweise dazu führt, dass ich bei jedem Spiel eine gewisse Vorliebe für einen deutschen Sieg empfinde, weil ich mich dann noch etwas länger des guten Gefühls erfreuen kann, nicht zur Masse zu gehören, sondern mitleidsvoll auf das fahnenschwenkende, drucklufttrötende, außenspiegelverkleidende Volk herablächeln zu können, das mich umgibt.

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Um Himmels Willen. Sind unter euch auch solche wie ich, die Thunderf00t schon kannten, als er noch gut war, und lustige Videos über Kreationisten machte?

Falls nicht, kann wahrscheinlich niemand nachempfinden, wie traurig es mich macht, was aus ihm geworden ist. (Ja, es tut natürlich doppelt weh, weil ich PZ Myers nicht ausstehen kann.)


Restebloggen zum Wochenende (33)

4. April 2010
  1. Ich könnte mir vorstellen, dass es einige von euch schon ein bisschen nervt, und dass ihr euch vielleicht mit der Befürchtung tragt, das hier entwickle sich so langsam zum Kirchennörgli-Blog. Aber fürchtet euch nicht, der Herr ist bei euch. Ähm. Naja. Es ist einfach nur so, dass mir bei manchen Äußerungen der Kirche insbesondere zu den Missbrauchsfällen dermaßen unklar ist, ob man laut lachen oder zu Fackel und Mistgabel greifen sollte, dass ich das Bedürfnis habe, ein bisschen mitzuwettern. Voilà Thunderf00t:
  2. Herr Stefanowitsch vom Sprachlog schreibt Erhellendes über die pubertären Damenbinden-Witze zum neuen iPad. Allerdings muss ich zugeben, dass ich von diesen Witzen gar nichts wusste, bevor ich seinen Artikel gelesen hatte.
  3. Und damit ihr seht, dass auf YouTube nicht nur böse geschimpft wird, zeige ich euch auch gleich noch was von Mikeleh, den ich selbst unwahrscheinlich sympathisch und klug finden möchte, aber sonderbarerweise nicht kann, ohne sagen zu können, woran das liegt. Vielleicht daran, dass er zu offensichtlich sympathisch und klug wirken möchte… Was meint ihr?
  4. Not quite like Beethoven ist ein Jahr alt geworden. Oder eigentlich sein Blog, er selbst dürfte schon ein bisschen älter sein. Ich habe selten was Sinnvolles zu seinen Artikeln beizusteuern und lese deshalb meistens stumm mit, das aber sehr gerne. Herzlichen Glückwunsch!
  5. Falls jemand sich für Smartphones interessiert: Ich bin vor ein paar Wochen von Nokias E71 auf das HTC HD 2 umgestiegen. In Kürze: Mir gefällt: Wahnsinnig gute Hardware, alles geht rasend schnell, auch mehrere Sachen parallel, riesiges Display, prinzipiell ein umwerfendes Gerät. Aber: Windows halt. Ein bis zwei bis drei Mal pro Tag bleibt das ganze Ding aus unerfindlichen Gründen hängen und ist nur noch durch ein Reset zur Wiederaufnahme der Kooperation zu bewegen. Bei halbwegs intensiver Nutzung hält der mitgelieferte Akku bei mir bis ca. 16 Uhr. Und wer gerne viele verschiedene Apps und Spiele mag, ist mit einem iPhone vielleicht doch besser bedient, denn der Microsoft Marketplace bietet im Vergleich zum App-Store noch ein eher armseliges Angebot.
  6. Der Taubenvergrämer beim Therapeuten.
    “Rächen Sie sich doch einfach an jemandem. Rache ist ein toller Lebenssinn.”
  7. Nicht nur in der Debatte um den Journalisten W. und seine Expertenzitate diskutiert der Chefredakteur von Meedia Georg Altrogge eifrig mit. Zumindest halte ich es für wahrscheinlich, dass er es wirklich ist, obwohl natürlich im Prinzip jeder beliebige Spinner unter seinem Namen kommentieren könnte.
    Ich finde dabei erstaunlich, wie kindisch und – ja, was soll’s, ich sage es, wie ich es sehe – beschämend dumm seine Kommentare dabei sind. Das beste Beispiel hat er meines Erachtens zum Thema Jörk K. abgeliefert:

    Ganz Deutschland diskutiert über den Fall K[.], und Herr Pantelouris würde all das gern wegzensieren. Damit steht er außerhalb der Leitmedien wie Spiegel & Co. Wer so denkt, sollte sich vielleicht einen anderen Job suchen, denn mit Journalismus hat eine solche Einstellung m.E. nichts zu tun.

    Man schämt sich schon beim Lesen.
    Sogar wenn ihn das nicht persönlich stört: Gibt es denn niemanden, der ein bisschen darauf achtet, wie Meedia sich nach außen hin darstellt? Zumindest dadurch, dass er in den Kommentaren in der Regel Meedia als seine Adresse angegeben hat, macht er in meinen Augen auch deutlich, dass es sich eben gerade nicht nur um seine private Meinung handelt, die er da kundtut.