von eigenen Denkrichtungen geprägt

25. Februar 2013

Sag noch mal einer, das Internet befasse sich nur mit sich selbst:

Homöopathie durch Ärzte und die Einhaltung des medizinischen Standards

heißt der Artikel von Sebastian Müller und Andreas Raschke in der Neuen Juristischen Wochenschrift (NJW) 7/2013 (S. 428-432), also auf Papier und deshalb ohne Link, und das Thema hat mich natürlich brennend interessiert, da denke ich nämlich auch oft drüber nach.

Es überrascht euch wahrscheinlich nicht, dass ich dabei zu etwas anderen Ergebnissen komme als die beiden.

In der Einleitung stellen die Autoren zunächst fest, dass Homöopathie in „weiten Kreisen der Gesellschaft“ ein hohes Maß an Akzeptanz zu genießen „scheint“, dass es aber eine Kontroverse um die Wirksamkeit gebe (ach was!) und sich deshalb die Frage stelle, wie eine homöopathische Behandlung durch einen „Schulmediziner“ (falls bis hierhin noch Zweifel an der Geisteshaltung der Verfasser bestanden) arzthaftungsrechtlich zu bewerten ist.

Zu diesem Zweck ordnen sie die Homöopathie erst einmal in die „medizinrechtliche Terminologie unterschiedlicher Behandlungsmethoden“ ein, und gleich hier wird es auch schon spannend, denn sie zitieren völlig richtig aus dem Deutschen Ärzteblatt, dass ein Patient nach „dem Stand der naturwissenschaftlichen Erkenntnis und der ärztlichen Erfahrung […]“ zu behandeln ist, und dass ein Behandlungsfehler vorliegt, wenn dieser Standard unterschritten wird. Womit eigentlich schon überraschend klar wäre, wie Homöopathie einzuordnen ist.

Wir sind also gespannt, wie sie da wieder rauskommen. Aber wenn wir ein bisschen Erfahrung mit den Apologeten der Unmedizin haben, dann wissen wir eh schon, was kommt, und wir werden nicht enttäuscht:

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