Restebloggen (87)

23. März 2013

Wenn man erst mal wieder angefangen hat, will man gar nicht mehr aufhören. Und besser als Twitter ist es allemal. Aber was ist das auch für ein Vergleich? Eine alte Wurststulle, die man nach drei Jahren hinter der Heizung wiederfindet. ist besser als Twitter.

  1. See, this is them confirming what exactly they like about you: Things! You know, things. See, they’re talking about you! You have … things. That’s what they love about you, your things. Their favorite thing about you is your qualities, but a close second is your attributes.
  2. Ich habe ja nicht prinzipiell was gegen Werbung, aber die Geisteshaltung, die daraus spricht, dass ich permanent aufgefordert werde, mir irgendwas zu „sichern“, geht mir tierisch auf den Geist. Als ob irgendwer ernsthaft die Gefahr sähe, dass bald die Mobiltelefone, Laptops, Autos oder kostenlosen Gewinnspiele knapp werden.
  3. Ich war letztes Wochenende auf der Leipziger Buchmesse, weil ich dachte, ich mach ja was mit Büchern, und weil ich schon immer mal wissen wollte, was man auf so einer Buchmesse eigentlich will. Ich habs leider nicht herausgefunden.
  4. Was ich stattdessen gefunden habe, war einer dieser ADAC-Vermarkter, der auf meine Mitteilung, kein Interesse zu haben, erwiderte: „Ja, das kommt dann, wenn Sie am Straßenrand stehen und Hilfe brauchen, aber dann haben wir kein Interesse mehr.“
    Was denkt sich so ein Mensch? Glaubt der, ich drehe mich dann um und sage: „Bei meinem Barte, durch diesen Spruch sind Sie mir gerade so sympatisch geworden, ich glaube, ich trete jetzt doch bei“, oder haben dies einfach nicht mehr nötig? Aber warum bezahlen sie dann für Messestände?
  5. A propos schlechtes Marketing: „Sehr geehrter Herr Silberstreif, wie schwer es ist, Sie telefonisch zu erreichen, musste ich heute am eigenen Leib erfahren.“ Guter Einstieg, oder? Da will man doch sofort beschwingt in eine fröhliche Geschäftsbeziehung einsteigen. Ich schrieb dem Herrn zurück, dass alles nur schwierig ist, wenn man nicht weiß, wie es geht, und dass er mich doch bitte mobil anrufen soll. Ein paar Stunden später klingelte dann mein Telefon, und er meldete sich mit den Worten: „Ja, hallo, jetzt haben wirs ja. Ich habs zuerst noch mal über den Festnetzanschluss versucht, weil ich dachte, wenn Sie Mails schreiben, sind Sie ja bestimmt …“ Den Rest hab ich nicht mehr gehört, weil ich mich an meiner Schreibtischkante bewusstlos geschlagen hatte.
  6. Manche Dinge, die einem vorgesetzt werden, sind ja so evident dumm und rundum nicht satisfaktionsfähig, dass man die Schulter zuckt und sich lieber mit dem nächsten Schönen, Wahren und Guten oder doch wenigstens dem auf interessante Weise Verfehlten befasst.“ Was so anfängt, kann nur gut werden. #umuv
  7. Ein Stellvertreter (auch Vize, von lateinischvice: an Stelle, bzw. Substitut) ist eine befugte Person, die bei Abwesenheit des eigentlichen Funktionsinhabers dessen Funktion übernimmt.
    Dann muss doch folglich die römisch-katholische Kirche entweder vertreten, Jesus Christus sei abwesend und nicht in der Lage, seine eigentlich Funktion wahrzunehmen, oder der Papst sei im Wesentlichen selbst völlig nutzlos. Oder beides, das ginge natürlich auch noch.Oder wie?