There are monsters

28. Mai 2013

Es ist mal wieder so weit, mir ist danach, euch eines der Fragmente anzubieten, die bei mir in einem Ordner namens „Geschichten“ herumliegen, aber nie eine geworden sind. Viel Spaß allen Interessierten.

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Projekt 52 Bücher (2) – in dem ich gleich mal demonstriere, dass ich die Regeln und das ganze Projekt nicht ernst nehme und sowieso schreibe, wonach mir gerade ist

28. Januar 2013

Na logo. Lebt Frank Zander eigentlich noch? Ich habe ihn ja mal persönlich kennengelernt. War profund gruselig.

Unsere zweite Aufgabe lautet:

Stell dir vor, du könntest dein Frühstück, dein Mittag und dein Abendessen auf verschiedenen Kontinenten einnehmen, wohin würdest du reisen, was würdest du essen und welche Bücher würdest du auf die Reise mitnehmen?

Und ich dachte beim Lesen gleich:

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Projekt 52 Bücher (1)

21. Januar 2013

Nein. Nein, so ist das gar nicht. Ihr schätzt das völlig falsch ein. Mein Entschluss, an Fellmonsters Projekt 52 Bücher teilzunehmen, hat nichts damit zu tun, dass Guinan mich in ihrem Beitrag dazu empfohlen hat. So eitel bin ich nicht. Ihr tut mir Unrecht.

Es liegt ausschließlich daran, dass mir gerade nichts Besseres einfällt.

Und daran, dass mir das aktuelle Motto, so mitteleinfallsreich es sein mag, sehr zupass kommt, denn

ich lese zurzeit

ein sehr, sehr empfehlenswertes Buch, dem ich lange Zeit Unrecht getan habe, einfach nur, weil ich dazu neige, vorschnell zu urteilen.

Let the right one in

Es ist jetzt rund zweieinviertel Jahre her, dass ich über den Film schrieb:

Es geht um Oskar, einen zwölfjährigen schwedischen Jungen, der von seinen Klassenkameraden misshandelt wird, und um Eli, ein (schon sehr lange) zwölfjähriges Vampirmädchen (ungefähr), das sich mit ihm anfreundet. Der Film erzählt seine Geschichte auf eine sehr langsame, wirklichkeitsnahe, ereignisarme Weise, und legt dabei keinerlei Wert auf ästhetische Bilder. Wie im richtigen Leben gibt es keinen Helden, keinen Bösewicht, und eigentlich auch kein Ende.

[…]

Wenn ich ehrlich sein soll, muss ich sagen, dass “Låt den rätte komma in” mir nicht gefallen hat, aber ich bin froh, dass ich ihn gesehen habe. Es ist vielleicht auch einer dieser Filme, die mich so lange nicht loslassen, bis ich selbst eine Geschichte über dasselbe Thema geschrieben habe.

Ich hatte damals den Eindruck gewonnen, dass das Buch eher düsterer und anstrengender ist als der Film, und weil ich den schon reichlich anstrengend fand, entschied ich mich dagegen, das Buch zu lesen. Ich mag so Kopfschmerzliteratur nicht, die nicht unterhält, sondern nur belastet. Nennt mich oberflächlich, ich hab’s verdient.

Aber dann kürzlich erwähnte die wundervolle Maven of the Eventide in einer ihrer Reviews beiläufig, dass es einer der besten Vampirromane aller Zeiten sei, und weil ich ihrem Urteil vertraue wie keinem sonst ich gerade sowieso auf der Suche nach einem vielversprechenden Buch war und der Film mich erwartungsgemäß wirklich nicht losgelassen hat und, wie das bei solchen Filmen oft ist, im Laufe der Zeit in meiner Erinnerung immer besser geworden war, entschied ich mich um und holte mir das Buch.

Im Gegensatz zum Film lese ich es nicht im schwedischen Original mit Untertiteln, sondern einfach auf englisch, weil hat sich so ergeben, und ich habe es jetzt ungefähr zu einem Viertel durch und bin begeistert. Ganz viel. Wo der Film oft sehr schwergängig und langweilig ist, ist es das Buch nie, und wo der Film nach meiner Erinnerung viele der schwierigen Themen des Buches ausgelassen oder nur angedeutet hat (Pädophilie und Inkontinenz, zum Beispiel), spricht das Buch sie direkt an, und schafft es dabei trotzdem, noch wesentlich unterhaltsamer und leichter daherzukommen als der Film, was natürlich nicht heißt, dass ich es für Leute empfehlen würde, die auf solche Themen empfindlich reagieren. Es ist schon ernst. Aber klug, und wer ernste Themen klug behandelt, kann dabei einfach nicht ganz ernst bleiben. Das ist John Ajvide Lindqvist bisher unfassbar gut gelungen, ebenso wie die überzeugende Schilderung der Perspektive eines zwölfjährigen Jungen, und überhaupt alles. Wenn es so weitergeht, dann könnte es passieren, dass ich mein Top-Buch 2013 schon im Januar zu Ende lese.

Kapitales Ding. Unbedingte Empfehlung, ausdrücklich nicht nur für die Freunde von Vampirgeschichten. Losgehen, kaufen. Jetzt. Sofort. Was macht ihr noch hier?


The office

20. November 2011

Da sieht man mal wieder, wie das ist, wenn die unsichtbare Hand des Marktes nicht lenkend eingreifen und die Dinge richten kann, die im Argen liegen.

Meine lyrischen Beiträge hier sind bisher immer auf ein sehr verhaltenes Echo gestoßen, um nicht zu sagen, keiner wollte sowas. Aber weil mir das herzlich egal sein kann, gibt es heute wieder einen, und er ist sogar noch viel länger als alles, was hier jemals von der überwältigenden Mehrzahl der Leser verschmäht wurde, und zu allem Übel gibt es das Ganze auf Wunsch auch von mir gelesen. Freut euch auf

The office

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Jenny

7. Dezember 2010

Leser, Freunde, Mitblogger!

Ihr müsst jetzt ganz, ganz stark sein.

Ich habe einmal eine Vampirgeschichte geschrieben. Eine ganz konventionelle sogar.

Zu meiner Verteidigung kann ich nichts weiter vorbringen, als dass ich sie schon lange vor Twilight verfasst habe, zu einer Zeit, als ich es noch sagenhaft cool fand, meine Geschichten mit Fremdzitaten einzuleiten, und dass sie ziemlich kurz ist.

Ich hoffe, ihr könnt mir verzeihen.

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Immerhin glitzern sie nicht

17. November 2010

Gestern Abend haben Keoni und ich „Låt den rätte komma in“ („Let the Right One In“ / „So finster die Nacht“) gesehen.

Falls ihr noch nichts davon gehört haben solltet, findet ihr bei Chlorine eine sehr schöne Zusammenfassung samt einer zweiten Meinung.

Executive Summary: Es geht um Oskar, einen zwölfjährigen schwedischen Jungen, der von seinen Klassenkameraden misshandelt wird, und um Eli, ein (schon sehr lange) zwölfjähriges Vampirmädchen (ungefähr), das sich mit ihm anfreundet. Der Film erzählt seine Geschichte auf eine sehr langsame, wirklichkeitsnahe, ereignisarme Weise, und legt dabei keinerlei Wert auf ästhetische Bilder. Wie im richtigen Leben gibt es keinen Helden, keinen Bösewicht, und eigentlich auch kein Ende.

Es ist einer dieser Filme, die ich nicht in wenigen Worten beurteilen kann. Die ich vielleicht gar nicht beurteilen kann. Es ist einer dieser Filme, während denen ich mehrmals auf die Uhr sehe, weil ich mich ziemlich langweile, aber ich fühle mich schlecht dabei, weil ich gleichzeitig das Gefühl habe, dass ich begeistert sein sollte. Und wenn er vorbei ist, denke ich noch sehr lange darüber nach, mit dem Gefühl, dass da etwas Großes in dieser Geschichte war, aber auch mit dem Bedauern, dass nicht mehr davon da war. Aber andererseits war es vielleicht gerade dieser Umstand, der den Film so groß macht.

Es ist, denke ich, einer dieser Filme, die umso besser werden, je länger ich sie nicht gesehen habe.

Wenn ich ehrlich sein soll, muss ich sagen, dass „Låt den rätte komma in“ mir nicht gefallen hat, aber ich bin froh, dass ich ihn gesehen habe. Es ist vielleicht auch einer dieser Filme, die mich so lange nicht loslassen, bis ich selbst eine Geschichte über dasselbe Thema geschrieben habe.

Versteht ihr, was ich meine?