Change you can believe in

22. Januar 2013

Washington. Präsident Barack Obama hat heute bei seiner zweiten Vereidigung deutliche Kritik an der politischen Kultur seines Landes geübt und grundlegende Änderungen angekündigt.

Der neue alte Führer der freien Welt, der bereits des Öfteren die Tötung auch unschuldiger Menschen und Kinder sowie die Folter von Gefangenen unabhängig von jeder gerichtlichen Prüfung oder sonstigen Kontrollinstanz angeordnet hat, wies darauf hin, dass Prinzipienfestigkeit keinesfalls mit Absolutismus verwechselt werden dürfe, und betonte in seiner Rede, in der er unter dem Beifall von Hunderttausenden Zuschauern ein „Jahrzehnt des Krieges“ für beendet erklärte und feststellte, die Möglichkeiten Amerikas seien „unbegrenzt“, dass seriöse Politik keinesfalls durch Spektakel ersetzt werden dürfe.

Er betonte darüber hinaus die Bedeutung des Zusammenhalts aller Menschen im Land und sagte, die Bürger dürften nicht Beschimpfungen für vernünftige Debatten halten, nachdem er darauf hingewiesen hatte, dass der Erfolg des Landes nicht möglich sei, solange es „es der schrumpfenden Gruppe der Wenigen sehr gut geht und die wachsende Gruppe der Vielen kaum durchkommt“

Bevor er seinen Amtseid auf die Verfassung der USA, die nach herrschender Auffassung ein Gebot zur religiösen Neutralität für die Regierung enthält, sowie auf einen religiösen Text ablegte, der allen Ungläubigen ewige Qual und endloses Leid androht, und dessen Gott die Todesstrafe für Homosexualität fordert, sprach er sich nachdrücklich dafür aus, die Gleichheit aller Bürger durchzusetzen und insbesondere Homosexuelle rechtlich mit heterosexuellen Bürgern gleichzustellen.

Obama kündigte schließlich im Rahmen dieser von etwa 30.000 Polizisten und Soldaten der Nationalgarde in Panzern und Helikoptern geschützten Veranstaltung auch an, Misstrauen und Furcht nachhaltig abbauen zu wollen, und fragte im Zusammenhang mit dem jüngsten Amoklauf an einer Grundschule, ob denn nicht ein einziges Mal jemand an die Kinder denken könne.

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Ach, ich mag ihn ja auch irgendwie. Ich hatte ja auch nie ein Problem damit, Mörder und Folterer und Lügner zu mögen. Aber ganz unabhängig von meiner persönlichen Sympathie für ihn als Mensch würde ich mich doch in einer Gesellschaft wesentlich wohler fühlen, die solche Verhaltensweisen nicht fördert und belohnt, sondern eher Anreize schafft, sie zu vermeiden.

Naja. Kann ja noch werden.