Kundenfreundlichkeit im ganz, ganz kleinen Rahmen

6. Juli 2009

Gestern habe ich meine neuen Ohrhörer von Bose bekommen und ich will nicht verschweigen, dass ich die ganz fabelhaft finde, aber ich habe da doch eine Frage: Wer hat eigentlich diese merkwürdigen Verpackungen aus Panzerkunststoff erfunden, die ganz offenkundig nicht dafür gedacht sind, jemals geöffnet zu werden?

Panzer-Verpackung

Philips nimmt die zum Beispiel auch für Zahnbürstenköpfe. Kennt ihr die? Diese durchsichtigen Kunststoffblister mit daumendicken Schweißnähten, die zwar eine enorm hohe Wertanmutung haben, aber extrem gemein zu ungeduldigen Kunden sind, die sich auf ihr neues Spielzeug freuen? Die man fast ganz rundum aufschneiden muss, weil sie so zäh sind, dass man noch nicht mal dann an den Inhalt rankommt, wenn sie schon auf zwei Seiten offen sind?

Mit bloßen Händen habe ich es nicht einmal versucht, weil klar war, dass ich keine Chance gehabt hätte. Und mit der Schere hat es am Ende zwar geklappt, aber mir taten danach die Finger weh, und es hätte mehrfach nicht viel daran gefehlt, dass ich mich selbst oder die Schere ernsthaft beschädigt hätte. Gar nicht auszudenken, wenn ich aus Versehen das Ohrhörerkabel… Bah, mir wird ganz anders.

Wenn man schon solche Mondpreise für seine High-Tech-Produkte verlangt wie Bose, wäre es dann wirklich zu viel verlangt, irgendwo an der Packung so eine Art Sollbruchstelle anzubauen?