Aufräumen

26. Juli 2009

Ich bin zurzeit sozusagen in so einer Art Urlaub und habe, wenn überhaupt, nur ein bisschen Internet. Andererseits ist mein Mitteilungsbedürfnis unverändert. Deshalb improvisiere ich jetzt gerade mal auf die Schnelle einen kleinen Eintrag, in dem ich ein paar weit verbreitete Irrtümer korrigiere, mangels Möglichkeit zu eingehender Recherche eben frei erfunden nur aus dem Gedächtnis. Das bietet aber die interessante Möglichkeit, euch alle aufzufordern, bei Interesse selbst mal zu googlen und mich zu korrigieren, falls ich selbst dem einen oder anderen unpopulären Irrtum aufgesessen sein sollte. Los geht’s:

  1. Die Bastille wurde nicht gestürmt. Die Wachen haben im Angesicht des wütenden Mobs freiwillig kapituliert, wurden dann aber trotzdem gelyncht. Natürlich haben sie das auch nicht besser verdient.
    „Oh, schau mal ein wütender Mob mit Fackeln und Mistgabeln und Knüppeln! Was sollen wir tun?“
    „Warum machen wir nicht die Tür auf und ergeben uns? Dann haben sie keinen Grund mehr, uns wehzutun.“
    „Super Idee!“
    „Deswegen bin ich auch der Kommandant.“
  2. Herbert Grönemeyer macht überhaupt gar keine gute Musik. Wirklich nicht.
  3. Der Satz „Play it again, Sam.“ kommt in Casablanca überhaupt nicht vor. Noch am nächsten dran wäre: „Play it once, Sam. For old times sake.“ (Übrigens hat Stefan Derrick auch kein einziges Mal gesagt: „Hol schon mal den Wagen, Harry.“ In der ganzen Serie nicht.)
  4. „The Wizard of Oz“ ist kein besonders gutes Buch. Ich habe es kürzlich mal als Hörbuch gehört, und es ist mir wirklich vollkommen schleierhaft, wie sich diese Geschichte zu so einem Klassiker entwickeln konnte. Die böse Hexe schickt 40 Wölfe, um Dorothy und ihre Freunde zu erledigen, und der Blechmann schlägt mit seiner Axt einfach einem nach dem anderen den Kopf ab, bis keiner mehr übrig ist. Und als sie dann später 40 Bienen (Klingt komisch, ist aber so.) schickt, brechen die ihre Stachel am Blechmann ab und sterben dann. Meine Güte, natürlich dürfen Kindergeschichten ein bisschen vereinfacht sein, und von einem selbst ernannten modernen Märchen erwarte ich auch keinen Realismus, aber zumindest muss man den Kleinen doch keinen völligen Quatsch erzählen. (Obwohl das auch Spaß machen kann. Kennt ihr das Buch „Great Lies to Tell Small Kids“? Es ist leider nicht ganz so lustig, wie der Titel klingt, aber die Idee ist groß.)