Wir verlieben uns nicht in ein Buch oder einen Text

9. Dezember 2013

Wie ist das eigentlich bei der FAZ? Haben die so eine interne Redaktionsregel, dass man zwar dauernd dieses fürchterliche neumodische Internetdings kritisieren muss, dabei aber keinesfalls mal ein halbwegs zutreffendes oder auch nur a priori entfernt plausibles Argument anbringen darf? Ist das so eine Art Spiel für die? Gibt es vielleicht Punkte für die dümmstdreisteste Kritik, und der mit den meisten schlechten Argumenten gewinnt?

Im Vergleich mit anderen Beispielen ist das heutige dabei gar nicht mal preisverdächtig, aber die paar enthaltenen Kritikpunkte sind mal wieder so spektakulär doof und mein Blog hier in den letzten Tag so unspektakulär leer, dass ich sie hier kurz besprechen möchte.

Der Artikel von Lina Timm mit dem beinahe schon wieder erstaunlich uncleveren Titel „Liebe: Mein Herz für deine SMS“ verschießt wie von faz.net gewohnt bereits im Teaser sein gesamtes inhaltliches Pulver:

Wer heute unter dreißig ist, der flirtet nicht mehr an der Bar, sondern bei Messaging-Diensten. Das nimmt die Angst vor dem ersten Kontakt, schafft aber in der Liebe ganz neue Probleme.

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